971 722 504
01.05.2025

Neue Einwanderungsreform in Spanien tritt am 20. Mai in Kraft: Mehr Agilität, Sicherheit und Chancen

Spanien hat eine ehrgeizige Einwanderungsreform umgesetzt, die darauf abzielt, die mit der Einwanderung verbundenen Prozesse zu modernisieren, zu straffen und zu humanisieren. Diese gesetzliche Aktualisierung zielt nicht nur darauf ab, Verfahren zu vereinfachen, sondern auch größere rechtliche Sicherheit zu bieten, den Schutz von Arbeitnehmern und Arbeitgebern zu stärken und die spanischen Vorschriften mit den Standards der Europäischen Union in Einklang zu bringen.

Visa: Mehr Klarheit und Chancen

Es wurde ein spezifischer Rahmen für die Visaregelung geschaffen, der die Zuständigkeiten zwischen Konsulaten und Einwanderungsbehörden klärt. Ab sofort haben alle Visa eine standardmäßige Dauer von einem Jahr.

Eine der bemerkenswertesten Fortschritte ist die Einführung des Arbeitssuchendenvisums, das es Einzelpersonen ermöglicht, legal für 12 Monate in Spanien zu wohnen, um eine Beschäftigung zu finden. Darüber hinaus wird es nicht mehr notwendig sein, das Land zu verlassen, um nach einer temporären Aufenthaltsgenehmigung eine langfristige Aufenthaltsgenehmigung zu beantragen.

Verfügbare Visatypen:

  • Kurzaufenthalt
  • Langzeitaufenthalt
  • Aufenthaltsvisum
  • Flughafentransitvisum
  • Außergewöhnliches Visum
  • Arbeitssuchendenvisum

Regularisierung: Ein einzigartiges Modell in Europa

Spanien bleibt das einzige EU-Land mit spezifischen Mechanismen zur Regularisierung von Personen in einer irregulären administrativen Situation. Die Reform erweitert und flexibilisiert die Regularisierungswege und erleichtert den Zugang zur Aufenthaltsgenehmigung.

Zu den bemerkenswertesten Neuerungen gehören:

  • Neue zweite Chance Regularisierung, die sich an diejenigen richtet, die ihre Aufenthaltsgenehmigung verloren haben und sie wiedererlangen möchten.
  • Konsolidierung der sozio-arbeitsrechtlichen und sozio-bildungsrechtlichen Regularisierungen.
  • Die erforderliche Dauer des vorherigen Aufenthalts wird von drei auf zwei Jahre reduziert (außer bei der familiären Regularisierung, die keine Mindestdauer erfordert).

Anerkannte Regularisierungstypen:

  • Sozial
  • Familie
  • Zweite Chance
  • Sozio-bildungsrechtlich
  • Sozio-arbeitsrechtlich

Familienzusammenführung und Angehörige von Spaniern: Erweiterung der Rechte

Die Szenarien, in denen Angehörige spanischer Staatsbürger ihre Situation regularisieren können, werden erweitert:

  • Ehepartner oder Partner, ohne dass eine gesetzliche Ehe oder eine eingetragene Partnerschaft erforderlich ist.
  • Kinder bis 26 Jahre, wodurch die bisherige Altersgrenze erweitert wird.
  • Eltern spanischer Kinder.
  • Betreuer spanischer Staatsbürger.
  • Erweiterte Familie, einschließlich weiterer abhängiger Familienangehöriger.

Diese Reform stellt einen bedeutenden Schritt hin zu einer inklusiveren und effizienteren Einwanderungspolitik dar, die mit den europäischen Werten und Standards übereinstimmt. Mit diesen Maßnahmen zielt Spanien nicht nur darauf ab, das Einwanderungsmanagement zu verbessern, sondern auch neue Chancen und größere Sicherheit für alle Beteiligten zu bieten.